Seit 2010 sammeln wir hier in Prezier die Rohwolle alter und moderner Schafrassen.

 

Die Rohwolle wird nach der Schur hier auf dem Hof sortiert, gewaschen und gefärbt und zum Teil Handgesponnen.

 

Da uns die für diese relativ große Wollmenge die großen Maschinen fehlen, wird sie zum kardieren in eine kleine Wollkämmerei geschickt und wir bekommen unsere Wolle wunderbar flauschig kardiert zurück.

 

Ein kleinen Teil schicken wir in eine kleine Woll-Spinnerei, die daraus Strickgarn in verschiedenen Nadelstärken spinnt. Im Frühjahr 2017 war es  Strickwolle vom Rotkopfschaf (Rouge du Roussillon)  und vom Rhönschaf gemischt und dunkle Wolle vom krainer Steinschaf.

 

Außerdem gibt es robuste Sockenwolle von der Skudde.

 

Grobere Wolle wie vom Zackelschaf und teilweise von den Krainern wird zu fingerdicken Teppichgarn verarbeitet. Daraus häkele ich mit den fingern dicke Sitzkissen für drinnen und draussen.

2018 wird es auch dünneres Teppichgarn geben, aus dem sich auch Körbe stricken und häkeln lassen

 

Wir versuchen für die jeweilige Wollqualität den richtigen Bestimmungszweck zu finden, denn natürlich kann unsere einheimische Wolle nicht mit der australischen Merinowolle im Punkt Feinheit mithalten.

Aber australische Merinowolle wird mit viel Tierquälerei produziert. Dem  Mulesing  bei dem große Hautlappen ohne Narkose entfernt werden, Gewässer werden durch Insektizidbäder belastet, durch das die Schafe getrieben werden und wenn die Schafe älter werden, folgen grausame Transporte nach Nordafrika zum schlachten.

 

Und hier in Deutschland wissen Schafhalter nicht wohin mit ihrer Wolle, weil sie niemand haben will. Aber letztendlich bestimmt der Verbraucher wo und welche Wolle er "verstrickt".

 

Sie finden die Wolle in unserem Hofladen und im Wendland-Markt in Lüchow. Oder besuchen uns auf der Kulturellen Landpartie .

 

Etwas ganz besonderes - nicht nur aus unserer Wolle - stellt Conny Weber her. Sie fertigt Urnen aus Filz.

Unter Einzelstücke sind auch einige Urnen aus unserer Wolle.